Karl Johann Schramm 1885 – 1961

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1885 geboren in Altdamm/Pommern, 1961 gestorben in Detmold, Großvater von Irene Schramm-Biermann, aktuelles Mitglied des LKB

Karl Schramm lebte und arbeitete als Bildhauer in Detmold. Einige seiner Werke sind noch im Privatbesitz erhalten. Eine bekannte Arbeit befindet sich auch heute noch im öffentlichen Raum - die Brahmsbüste im Eingangsbereich des Schlossgartens in Detmold. Zahlreiche Werke sind leider verschollen. Seine Arbeiten sollten im zeitlichen Zusammenhang gesehen werden. Sie waren keine bahnbrechende Kunst, jedoch auch aus heutiger Sicht handwerklich sehr gut, denn er war in der Lage beidhändig dreidimensional zu arbeiten, erkannte Physiognomien mit scharfem Blick und konnte auch Abbildungen figürlich umsetzen. Sein Werkmaterial für größere Skulpturen war Stein. Ton nutzte er für kleinere Plastiken, die er dann in Gips goss.

Seine Enkelin erinnert sich:

«An meinen Großvater kann ich mich noch gut erinnern und fand ihn immer ziemlich spannend. Wenn er bei uns zu Besuch war, zauberte er mit mir fantastische Figuren aus Knete. Auch in seiner späteren Wohnung an der Woldemarstraße in Detmold überraschte er mit seiner Kreativität. So staunte ich einmal über eine neue, sehr schöne farbige Deckenverzierung im Eingangsbereich.
Von meinem Vater weiß ich, dass die Familie oft am Hungertuch nagte. Erst als Karl Schramm nach dem Tod meiner Großmutter Anna, geb. Schmidt, die ich leider nicht kennengelernt habe, in zweiter Ehe Änne Sonntag heiratete, ging es offenbar wegen der Apanage seiner Frau wirtschaftlich besser. Soweit ich aus Erzählungen weiß, erhielt er einmal von der Filmbranche einen lukrativen Auftrag - einer der Lichtblicke in seinem Leben.»