Woldemar Winkler 1902 - 2004

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Woldemar Winkler (* 17. Juni 1902 in Mügeln; † 30. September 2004 in Gütersloh) war ein deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer. Er gilt als Fortführer und Mitgestalter einer romantischen Tradition, wie sie in Deutschland von Max Ernst und Richard Oelze vertreten wurde.

Winkler arbeitete ab 1919 zunächst in Architekturbüros in Dresden und Pforzheim, weil sein Vater, ein strenger Wirtschaftsberater, gegen einen künstlerischen Beruf war. Nach zwei Jahren fing er an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden an zu studieren – Architektur bei Karl Simmang, aber auch Malerei bei Carl Rade, bei dem er 1925 Meisterschüler und ein Jahr später Assistent wurde. Im Dresden der Weimarer Republik traf er auf Künstler wie Otto Dix und Oskar Kokoschka.

1927 ereilte Winkler ein Ruf von Hofrat Ernst Oskar Simonson-Castelli (1864–1929) an dessen private „Akademie für Zeichnen, Malen und Modellieren“, wo er unter anderem Kate Diehn-Bitt unterrichtete. Bereits ein Jahr später übernahm er bis 1941 die Leitung der Akademie. Winklers Arbeiten, die er ab 1927 für städtische Gebäude in Dresden angefertigt hatte, wurden von den Nationalsozialisten teilweise als „entartet“ zerstört. Außerdem wurde ihm unterstellt, Juden und Kommunisten zu unterstützen und versteckt zu halten.

Im Jahr 1941 wurde er zum Kriegsdienst einberufen, wo er als „Lehrangestellter für soldatische Werkarbeit“ tätig war. Winkler geriet 1943 in Kriegsgefangenschaft (bis 1947). Bei der Bombardierung Dresdens wurde ein Großteil seines künstlerischen Schaffens wie auch sein Atelier zerstört. Winkler lernte seine Frau Margret Horstkotte kennen und zog ins ostwestfälische Gütersloh. Er arbeitete als Maler, Illustrator und Gestalter für Bücher, Glasfenster und Wandgemälde. Ab 1960 unternahm er jedes Jahr Arbeits- und Studienreisen nach Vence in Südfrankreich, wo er 1970 Max Ernst kennenlernte.

Seit Mitte der 1960er Jahre wurden Winklers Grafiken, Skulpturen, Collagen und Assemblagen regelmäßig in Galerien, Kunsthallen und Museen ausgestellt, so beispielsweise im Musée Ingres in Montauban oder im Leonhardi-Museum Dresden. Ein Angebot der DDR, nach Dresden zurückzukehren, lehnte er ab. Stattdessen wurde er in Westdeutschland ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, an dessen jährlichen Ausstellungen er sich zwischen 1975 (Museum am Ostwall in Dortmund) und 1993 (Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden) insgesamt vierzehnmal beteiligte. 1976 und 1980 nahm Winkler an den Biennalen in Spanien teil. 1982 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse[4] und 1987 der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. 1992 ernannte man ihn zum Honorarprofessor im Fachbereich Kunst an der Universität-Gesamthochschule Paderborn. Am 30. September 2004 starb Winkler im Alter von 102 Jahren in seinem Haus in Gütersloh-Niehorst. (Quelle: Wikipedia)

Weiteres zu seinem Lebenslauf: Woldemar Winkler Stiftung: Lebenslauf

Weitere Bilder und Informationen: Woldemar Winkler Stiftung