Otto Förster 1904 - 1998

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Otto Förster wurde am 20.5.1904 in Gablonz a.N. geboren. Er lebte und arbeitete in Bielefeld als Maler, Graphiker und Musiker. Sein Konzept: »Bilder, wo Musik und Malerei verschmelzen!« war für ihn eine Realität aus seiner vielgestaltigen künstlerischen Praxis. Seit 1918 war er malend, zeichnend und musizierend tätig. Seine bildnerische Ausbildung erfuhr er 1918-22 an der Kunstgewerbeschule in Gablonz a.N. und 1922-24 an der Dresdener Kunstakademie. Studienreisen unternahm er in mehrere europäischen Länder. 1940-45 wurde seine freiberufliche künstlerische Tätigkeit durch Kriegsdienst unterbrochen. Er wurde 1945 in Brackwede ansässig und war 1960-74 dort an 2 Schulen und an der VHS-Sennestadt als Kunsterzieher tätig. 1974 übersiedelte er nach Bielefeld. Ausschließlich gegenständlich arbeitete er bis 1957. Es entstanden Porträts, Landschaften, Stillleben. Inspiriert durch die Musikausübung schlug er jedoch 1957 einen neuen Weg ein, wandte sich radikal der gegenstandslosen Kunst zu. Wie das Komponieren eines Orchesterwerkes versteht er seine Malerei auf großflächigen Leinwänden. Zwar versucht er nicht Musik »darzustellen«, doch lassen die kraftvollen oder zartgliedrigen Liniengerüste, impulsiv gesetzte Kontrapunkte und die beseelte Schönheit seiner schwebenden Farbflächen einen solchen Vergleich zu. So sind auch seine Pastelle, Collagen, Aquarelle voller schwingender Poesie. Der konsequent verfolgte Weg fordert im höchsten Maße die geistigen und körperlichen Kräfte des Künstlers. Selbst sagt er dazu: »Malend und musizierend lebe ich erst!« Oft entstanden sehr großformatige Gemälde.