Karl Ehlers 1904 - 1973

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Karl Ehlers wurde 1904 in Hollenbek/Schleswig-Holstein geboren. 25 entscheidende Schaffensjahre lebte und arbeitete er als Bildhauer und Graphiker in Detmold. Er verstarb dort 1974. Seine künstlerischen Ausdrucksmittel waren außerordentlich vielfältig. Zu Ton, Holz, Stein, Bronze, Zinn, Stahl, Aluminium und zu Beton, Glas, Pressholz entschied er sich in den verschiedenen Phasen seines umfangreichen Werkes und entsprechend seinen großen Auftrags- und freien Arbeiten. Er arbeitete in riesigen und vergleichsweise winzigen Formaten (z. B. die 17 m hohe Stele vor der Detmolder Musikakademie und dazu im Kontrast Medaillen und Plaketten). Seine Leitmaxime »Strenge der Form, technische Bravour, Verinnerlichung« gilt ebenso für seine Druckgraphik und Handzeichnung. Aus der hinterlassenen Fülle sei lediglich noch einer der vielen Schwerpunkte genannt: die Kapitelle im Mindener Dom (1948/56) und in der Klosterkirche Corvey (1962). Seine künstlerische Ausbildung erfuhr er 1921-22 an der Kunstgewerbeschule in Essen, 1923-28 an der Kunstakademie Düsseldorf. 1928 arbeitete er im Gastatelier der Kunstakademie Istanbul und er lehrte mehrere Jahre an der Gewerblichen Berufsschule Hamborn. 1940-48 wurde der Weg des Künstlers durch Kriegsdienst, russische Gefangenschaft und Krankheit unterbrochen. 1957-69 leitete er die Bildhauerabteilung der Werkkunstschule Münster und wurde 1970 zum Professor ernannt. Sehr viele glanzvolle Kunstpreise wurden ihm zugesprochen, sein künstlerisches Werk fand weit über die Bundesgrenzen hinaus Anerkennung und ist in vielen Sammlungen bedeutender Kunstmuseen und in privatem Besitz vertreten. Ernst Barlach in Güstrow zur Arbeit des jungen Karl Ehlers: » … zwischen uns beiden besteht aber ein großer Unterschied: Sie haben die Sonne in sich, ich nicht.«

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