Der Maler, Graphiker und Bildhauer Friedrich Homeier (1908-1985) wurde in Extertal-Silixen (Lippe) geboren. Er lebte und arbeitete in Lemgo. 1931 bestand er in Detmold an der Aufbauschule das Abitur und studierte 1931-34 an der Universität in Hamburg Pädagogik, Philosophie und Psychologie, an der Kunstgewerbeschule Malerei und Graphik. Lehrtätigkeit in Lippe und an der VHS Lemgo.
Sein besonderes Interesse gilt der Graphik in den verschiedenen Techniken: Linol- und Holzschnitt, Monotypie, Mischtechniken und die Handzeichnung. Auch mit der Farbe setzte er sich intensiv auseinander. Es entstanden plastische Arbeiten in Holz, Eisen und anderem Material. Er arbeitete figürlich ebenso wie ungegenständlich, ging meistens von der Naturbeobachtung aus, um dann in einem Umsetzungsprozess zur bildnerischen Gestalt zu kommen. Großzügige Vereinfachungen zu klaren Linien und Formen finden sich ebenso wie die Liebe zum Detail.
Immer trug er einen Skizzenblock bei sich. Er liebte das schnelle und wesentliche Erfassen seines Lebensraumes. So entstanden viele Zeichnungen und Skizzen, die zeigen, wie Friedrich Homeier mehr fand als suchte, wie er in steter schöpferischer Unruhe mit oft wenigen Strichen das Geschaute in charakteristischer Weise festhielt.
Homeier war seit 1965 Mitglied im Lippischen Künstlerbund. Er lebte und arbeitete in Lemgo, wo er 1985 starb.
Es befinden sich viele für ihn besonders typische Arbeiten im öffentlichen Besitz und in privaten Sammlungen.
„ … ich habe einen Skizzenblock fast täglich bei mir und skizziere auch vor dem Fernseher, im Konzertsaal, draußen den Baum, die Blume, die Landschaft, den Menschen, der vorbeigeht, Tiere auf der Weide. Nichts übt mehr als schnelles Erfassen. Nur das Wesentliche mit wenigen Strichen. Und Finden, nicht Suchen! ... Die größte Offenbarung ist die Stille. Die schöpferische Unruhe ist für den Künstler die treibende Kraft.“
(Fu 24)






















