Ernst Rötteken 1882 - 1945

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Ernst Rötteken, ein Neffe des 1900 verstorbenen Landschaftsmalers Carl Rötteken, wurde in Detmold als Sohn eines hannoverschen Veterinärs geboren, studierte an der Universität Marburg zunächst Botanik und ging dann zur Akademie in Düsseldorf, wo er Mitglied des Düsseldorfer Malkastens war. An der Kunstakademie in Karlsruhe setzte Rötteken seine Studien unter Anleitung von Hans Thoma, Wilhelm Trübner und von Volkmann fort und wurde zum lebhaften Verfechter einer reinen Landschaftsmalerei. Mit 26 Jahren schon kehrte er in die Heimat zurück, wo er sich 20 Jahre lang von lippischen Sehenswürdigkeiten, historischen Bauten, Flüssen und Teichen anregen ließ. Von 1926 bis 1938 erteilte Rötteken mit pädagogischem Geschick Zeichenunterricht am Leopoldinum und an der Aufbauschule in Detmold. In dieser Zeit war er auch Vorsitzender des Lippischen Künstlerbundes. Oft hat er sich über den Kitsch beklagt, mit dem vielfach auch sonst gebildete Personen ihre Wohnungen auszuschmücken versuchen. So schuf er unter dem Titel »Mein Heimatland Lippe«, eine Kunstmappe, die über 100 farbige Linolschnitte und Zeichnungen mit Lippischen Ansichten und Motiven enthielt. Aber auch viele Blumen-Stillleben setzte Rötteken in Farbdrucke um, wobei ihm sein frühes Botanikstudium zustattenkam.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Rötteken