Emil Schulz-Sorau

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Der Maler und Grafiker Emil Schulz-Sorau (1901-1981) wurde in Reinswalde bei Sorau (Brandenburg) geboren, Nach Studium an der Pädagogischen Akademie folgte 1921-24 das Studium an der Kunstakademie in Breslau bei den Prof. Otto Mueller und Oskar Moll. 1951-75 Lehrt. in Bad Salzuflen und Lemgo. 

Seine Liebe galt dem Portrait, der Landschaft, der figürlichen Komposition. Aber auch in den Phasen gegenstandsloser Malerei blieb er der für ihn typischen Palette und seinen Maltechniken treu.

Im Juli 1946 wird Emil-Schulz-Sorau Mitglied im neu gegründeten Lippischen Künstlerbund und wird gleich in den Vorstand als Schriftführer gewählt. 1947 wird er Teil der Jury. Bis 1968 gehört er als Vorsitzender dem Verein an. 1948 wird er in die Liste der bedeutsamen regionalen Künstler beim Regierungspräsidium Arnsberg aufgenommen und der Regierungspräsident kauft einige seiner Bilder an. Die ständig enger werdende Verbindung zwischen der Regierung und dem Künstlerbund lässt den Vorsitzenden Schulz-Sorau in der Mitgliederversammlung am 10.1.1950 über ein Monopol des Lippischen Künstlerbundes als Künstlervertretung in Lippe nachdenken, wobei der Bund in alle kulturellen Veranstaltungen eingebunden sein sollte. Studienreisen führten ihn in viele europäische Länder, hervorgehoben seien die häufigen Aufenthalte auf den Lofoten. Sein Wirken als Lehrer in Lemgo, an der Fachhochschule Lippe und an der VHS Lemgo, fand verdiente Anerkennung.
Viele seiner oft großformatigen Öl- und Acryl-Gemälde befinden sich in öffentlichen und zahlreichen privaten Sammlungen (Bundesrepublik, Italien, Japan). Die Accademia ltalia delle Arti e del Lavoro in Salsomaggiore/Parma ehrte ihn 1979 durch eine Goldmedaille, der Landesverband Lippe durch das Schwalenberg-Stipendium. In Würdigung seines künstlerischen Werkes und seines pädagogischen Wirkens wurden ihm 1981 das Bundesverdienstkreuz und 1986 der Kulturpreis des Landesverbandes Lippe zuerkannt. Als Vorsitzender des LKB, lenkte er den Verein mit umsichtiger Führung und großem Einsatz bei der Organisation vieler großer Ausstellungen. Der Verein dankte ihm mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und des Ehrenvorsitzes.

 

In der LKB-Ausstellung im Juli 1947 in der Aufbauschule in Detmold stellt er vier Ölmalereien und sechs Pinselzeichnungen aus:

Anbruch der Nacht,
Im Atelier
Selbstbildnis
Amaryllis
Winter 1946
Der Arme und der Reiche
Großstadtkinder
Für einen Laib Brot
Für eine Tafel Schokolade
Das bessere Schicksal

 


Im Sommer 1952 erfährt die LKB-Ausstellung in der Stadthalle in Detmold bei 1500 Besuchern eine sehr kritische Resonanz. Schulz-Sorau fühlt sich bemüßigt auf einen Leserbrief in der Lokalpresse antworten zu müssen: „ … Für das Ausstellungsplakat der Kunstausstellung Detmold, das von einem Meisterschüler Professor Masereels, Saarbrücken, stammt, zeichnet die Jury des Lippischen Künstlerbundes, die ich hiermit vertrete, verantwortlich. ... Sehr geehrter Herr Professor! ... Ihre kritische Betrachtung ist das beste Propagandamittel, das wir für unsere Kunstausstellung wünschen konnten. Die ohnehin große Besucherzahl stieg noch mehr ... . Wenn Sie wüßten, wie ernst es uns um diese Ausstellung war ... würden Sie erkennen, wie sehr Sie sich inhaltlich und formal im Ton Ihrer Kritik vergriffen haben ... “.
 

Zur LKB-Ausstellung 1954 gab es einen Katalog und ein noch heute erhaltenes Plakat. Emild Schulz-Sorau zeigt sechs Ölmalereien und fünf Aquarelle:

Mädchen mit Katze
Schwarz und Weiß
Mädchen am Meer
Notre Dame
Mondlandschaft
Quitten im Krug
Die letzten Strandkörbe
Schaumbildung am Priel
Häuser im Winter
Winterabend im Dorf

 

1959 organisiert Emil Schulz-Sorau eine Retrospektive in der Stadthalle in Detmold zu Ehren des ehemaligen Vorsitzenden Wilhelm Köster. Köster amtierte in den schwierigen Nachkriegszeiten von 1946-1949.

In der Jubiläums-Ausstellung 1967, zu der ein Katalog aufgelegt wird, zeigt Schulz-Sorau die Ölmalerei „Krieg“

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Schulz-Sorau

https://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/emil-schulz-sorau/

 

 

(Fu 26)

 

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