Karl-Heinz Brunwinkel 1924-2016

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Karl-Heinz Brunwinkel wurde am 17.2.1924 in Münster geboren und wuchs im Münsterland auf. Er lebt und arbeitet als Maler und Graphiker in Detmold. Sgraffito, Glasfenster (Farbätzungen) und plastische Arbeiten (Sichtbeton) sind außer der bevorzugten Malerei und Graphik sein Arbeitsfeld. Nach dem Abitur an der Johann-Konrad-Schlaun-Oberschule in Münster folgten Kriegsdienst, Gefangenschaft und 1946-48 das Studium an der Pädagogischen Akademie in Detmold mit der Ausbildung zum Lehrer und Kunsterzieher. Während mehrerer Jahre betrieb er ein Atelierstudium bei dem Bildhauer Prof. Karl Ehlers und dem Maler Wilhelm Köster. Von expressionistischer Formsprache ausgehend kommt er ab 1968 zu konstruktiven Kompositionen mit schwingenden und vibrierenden konkreten Liniensystemen, zu farbstarkem Hard-Edge. Die Konstruktion wird ihm zum Prinzip und System der exakt vorgeplanten und ebenso ausgeführten bildnerischen Aussage. Serielle geometrische Studien und Modellfälle interessieren ihn als mathematisch kalkulierte ars accurata. Er unternahm Studienreisen im Vorderen Orient und in mehreren Ländern Europas. Außer Graphik und Malerei befinden sich von ihm architekturbezogene Arbeiten im öffentlichen Besitz, z. B. die künstlerische Gestaltung der Eingänge und des Brunnens der Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung in Detmold.Nach Jahren mit Arbeiten in vorwiegend expressionistischer Bildsprache beschränkte er sich ab 1968 freiwillig auf konstruktive Kompositionen mit schwingenden und vibrierenden Liniensystemen im farbstarken Hard-Edge. Später durchdachte Konstruktion als Prinzip und System bildnerischer Darstellung, exakt vorgeplant und perfekt gearbeitet. Kalkulierte, geometrische Ordnungsformen bestimmen über Jahre serielle Studien mit vielfältigen ähnlichen Konstruktionsmerkmalen und rhythmischen Veränderungen unterstützt durch Farbe.

Neuere Arbeiten ab 1992 haben natürliche Ausgangspunkte. Gewachsenes, Bewegungsabläufe und Strukturen sind der Ansatz, über den sich die Bildentwicklung hinwegsetzt. Es geht um die innere Dynamik.

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