Thomas Grochowiak

Thomas Grochowiak erarbeitete seine Gemälde in Schichten, die sich teils transparent überlagern, den Bildgrund durchscheinen lassen. Er verwendete ausschließlich Tuschen.

Das Papier liegt plan vor dem Künstler; er erforscht, beobachtet die entstehende Arbeit im Umqueren, er greift von allen Seiten ein. Einzelne Partien werden mit Wasser ausgewaschen, andere werden - durch das Übereinanderlegen der Schichten - noch gehöht, so dass sich durchaus eine reliefartige Textur ergeben kann. Frottagestrukturen oder linienhafte Spuren erreichte Grochowiak, indem er mit Papier die feuchte Farbe aufsaugt, wieder wegnimmt. Die Rückseiten von Blättern, bei denen die Farbe durch das Papier gedrungen ist, können als Ausgangspunkt für neue Bilder fungieren. »Thomas Grochowiaks Malerei ist getragen von Serenität, Gelassenheit, Grazie, ohne sich damit ins Leichtgenommene abzuheben; sie hat das Gewicht ihrer Reife in der Freiheit von allen tagesorientierten Präsentationen erlangt. Nicht von ungefähr ist ihm Mozart besonders nahe. Die Grazie, die elode Beschwingtheit, das Schweben, Wohllaut und tanzhafter Rhythmus. Aber nicht ins bloß Mitschwingende geraten die Bilder. Haben sie Mozarts Heiterkeit, so auch dessen Schwere. Das Dunkel ist auch im Lichtgerinsel gegenwärtig. Es gibt gewissermaßen den Generalbass, der die eigentliche Melodie um so leichter perlen zu lassen scheint,« schreibt Franz Joseph van der Grinten, aus dessen Feder die wichtigsten, einfühlsamsten Texte zu Grochowiaks Bildern stammen.

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