Steckbriefe der Mitglieder im Jubiläumsjahr

Henning Bertram

»Das Bild entwickelt sich aus der Tiefe des Flächengrundes heraus. Es entsteht vor unseren Augen gleichsam aus sich selbst heraus. Spontanes Handeln auf der Bildfläche, das nicht unbedingt im Sinne einer Beschreibung zielgerichtet zu sein hat, erscheint als eine unmittelbare Äußerung, sozusagen, um mit Bertram zu sprechen, als ‚handgemachte’ Malerei und Zeichnung. Ein Blick auf die Werkgenese des Malers zeigt, dass er die Vorstellung formabhängiger Expressivität sukzessive durch die Zielvorgabe einer ausschließlich ‚malerisch motivierten Dichte’ ersetzt hat. Das Gestalthafte wird aus einem prinzipiell offenen bildnerischen Prozess heraus gefunden, der eine eindeutige Verortung keineswegs ausschließt. Erfahrung von Wirklichkeit zielt in Bertrams bildnerischer Konzeption auf eine neuerliche Deckungsgleichheit, zumindest aber auf eine möglichst weitgehende Annäherung von gesehener, erfahrener bzw. erlebter Wirklichkeit und der faktischen Eigengesetzlichkeit des Bildes, respektive seiner spezifischen Möglichkeiten. Ein im Ergebnis stets offener Prozess, der prinzipiell mögliche, wenn auch reduzierte Inhalte mit der bildautonomen Vorstellung in Einklang bringen muss.«  (Dr. Uwe Haupenthal, ehem. Direktor des Richard-Haizmann Museum für moderne Kunst, Niebüll). Aus dem Essay im Ausstellungskatalog »Gewölbe«, 5. Juli - 2. September 2001, Suermondt-Ludwig-Museum Aachen)

1962 geboren in Herford; Hochschule der Künste (HdK) Berlin; Meisterschüler Malere bei Johannes Geccelli; FH Köln FB Architektur; Dipl.-Ing. Architekt Lehrbeauftragter für Freihandzeichnen, FH Köln, FB Architektur; Projektleitung im Architekturbüro Gottfried Böhm, Köln; Arbeitsaufenthalt in »The Artists Press« (Litho), Johannesburg SA; Lehrbeauftragter für freies Zeichnen, FH Aachen, FB Design; Dozentur, Malerei, fadbk Essen; Kunsterzieher am Leopoldinum, Detmold; Mitglied im LKB

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Gisela Dombrink

»Das Charakteristische meiner Bilder ist die Art der Verknüpfung einer realistischen und einer der Fantasie entstammenden Bildebene, die malerische Flächenbehandlung verwoben mit der Zeichnung, die Verknüpfung von Linien und Flächen, von transparenten und deckenden Farben. Ich kombiniere Gegenständlichkeit mit Abstraktem. Realität und Fantasie durchdringen sich. Konkrete Zeichnungen und malerische Elemente finden harmonisch zueinander, wobei die Zeichnung nicht immer gegenständlich sein muss.“

1943 geboren in Lemgo; lebt und arbeitet in Detmold; Praktikum in der Stoffdruckerei Lohmann in Lemgo; Studium an der Werkkunstschule/ Fachhochschule für Design, »Textile Flächenkunst« in Bielefeld, Diplom-Designerin; Freie Tätigkeit als Designerin, Malerin und Grafikerin; Mitglied im Lippischen Künstlerbund; Schwalenberg-Künstlerstipendium des Landesverbandes Lippe.

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Annie Fischer

erlernte in Dänemark die Kunst des Bilderwebens. Nach einer handwerklichen Grundausbildung an der Skals Haandarbejdsskole in Skals bei Viborg und einem einjährigem Praktikum bei der dänischen Textilkünstlerin Anne Marie Ege-mose in Assens auf Fünen (DK), studierte sie textile Formgebung an der Fachhochschule für Handarbeit in Kopenhagen. Ihr Diplom legte sie 1994 zum Thema »Kosode – die japanische Tracht« ab. Weitere Praktika bei den Künstlerinnen Berthe Forchhammer und Isabel Abos Madsen in Kopenhagen rundeten ihre Ausbildung ab. Seit der Rückkehr nach Deutschland 1995 arbeitet Annie Fischer als freie Künstlerin im eigenen Atelier. Ausstellungen im In- und Ausland führten sie u.a. nach Belgien, Frankreich und Polen. Ihre erste Auszeichnung erhielt sie 1998, bei der »textilen Kultur Haslach« in Österreich. 2009 folgte die Nominierung für den »FormArt Klaus Oschmann Preis« in Hannover. 2012 wurde sie von der Jury zur 14. Internationale Tapisserie Triennale in Lodz (Polen) eingeladen, um dort zeitgenössische Textilkunst Deutschlands zu repräsentieren. 2013 nahm sie einen Lehrauftrag an der Universität Paderborn im Fachbereich Gestaltung wahr. 2010 und 2011 erstellte sie in Zusammenarbeit mit dem Designer und Archtekten Peter Kunstobjekte für den Messeauftritt der Firma COR Sitzmöbel auf der imm cologne 2011.

1967 geboren in Detmold; Skals Haandarbejdsskole in Skals bei Viborg (DK); Praktikum bei der dänischen Textilkünstlerin Anne Marie Ege-mose in Assens auf Fünen (DK); Studium Textile Formgebung an der FH für Handarbeit in Kopen hagen (DK); Diplom; Lebt und arbeitet in eigenem Atelier in Schloss Holte; Mitglied im Lippischen Künstlerbund.

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Andreas Fuchs

»Geschehnisse über einen längeren Zeitraum bei allen Lichtverhältnissen zu beobachten und sie mit einem fotografischen Medium in ihrem Wesen darzustellen, ist ein faszinierender Gedanke.«  Die Camera Obscura ermöglichte seit Anfang der 1990er Jahre Belichtungen über mehrere Stunden bis zu einem ganzen Tag. Das einfallende Licht und die Gegebenheiten des Aufnahmegeräts hinterlassen ihre Spuren auf analogem Diamaterial, in Form einer bildbestimmenden Unschärfe, häufig in Form einer horizontalen Teilung der Bildkomposition oder manchmal auch einer vertikal ausgerichteten, fast rhythmischen Bildstruktur. Mit der Aufnahme ist in einem gegebenen zeitlichen Rahmen ein Erkunden und Aneignen eines Ortes verbunden, wobei die Kamera statisches oder auch bewegtes Aufnahmegerät der Spuren, Bewegungen, Geschehnisse ist. Viele Fotografien entstehen über einen Belichtungszeitraum von vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden. In diesem Zusammenhang steht die Arbeit des Musikers und Künstlers John Cage Pate ...

1950 geboren in Göttingen; Studium HFBK Hamburg Freie und Angewandte Kunst; Universität Hamburg Kunsterziehung und Werken; Kunsterzieher in Detmold; Gründungsmitglied Gruppe 5+; Mitglied des Lippischen Künstlerbundes; Lebt und arbeitet in Blomberg.

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Antje-Kristine Haase

Inspiriert wurde Antje-Kristine Haase vom Informel und figürlicher Malerei. Allseits bekannte Dinge, durch ihre Selbstverständlichkeit an die Grenzen der Unsichtbarkeit gerückt, werden neu ins Bild gesetzt. Die Arbeiten sind in ihrer poetischen Ausstrahlung Botschaften aus der Welt der Erinnerung, des Traumes und der Ahnung. Dinge werden malerisch geformt und in ungewohnte Beziehung zueinander gesetzt. Evidenz und Fragwürdigkeit, Balance und Instabilität, Ruhe und Vibration bedingen einander und sorgen für Verzauberung und Irritation.

1939 geboren in Berlin; Studium bei Prof. Pramann in Bielefeld; Mitglied im LKB; Herforder Kunstpreis; Kunstdozentin an Institutionen der Erwachsenenbildung; verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; ständige Ausstellung bei SH-Schmuckdesign in Berlin.

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Gudrun Harff

Der Mensch in seinen Welten ist ihr größtes Interesse. Sein soziales und politisches Umfeld, die ihn umgebende Landschaft, seine Traumwelten, seine Visionen und seine Utopien. In der eigenen Malerei und Zeichnung werden menschliche Figuren, Fotos, Dokumente, Zeitungsausschnitte und Fundstücke zu vielschichtigen Collagen kombiniert. »Für die Augen muss es interessant sein« – diesem Satz von Georg Baselitz kann sie etwas abgewinnen.

1941 geboren in Chemnitz/Sachsen; Studium, Realschullehrerin, Neigungsfach Kunst; Heirat, Geburt zweier Kinder; Wohnsitz in Lippe; Studium Kunst Universität Paderborn; »Atelier für Malerei, Mischtechnik und Collage«; Mitglied im Lippischen Künstlerbund.

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Ulrich Heinemann

 arbeitet als Fotograf an seinem Lebensthema »Die Ästhetik des Profanen«. Seine Arbeit spiegelt eine seit Jahrzehnten aktuelle Entwicklung im Abstraktionsprozess der Malerei: In der Reduktion des Fotografisch-Gegenständlichen auf einen Teilaspekt, entsteht in der Konzentration auf einzelne Bildelemente, auf jeder neuen Reduktionsstufe, ein Eindruck, der sich immer stärker mit dem Erleben einer freien Gestaltung identifiziert: Der Gestaltungsvorgang wird Thema. ... der Blick fürs Detail, ... das Spiel mit Licht und Schatten, ... die Komposition.

1944 geboren und aufgewachsen in Detmold; Fotografenlehre bei Alfred Vogelsänger; Fotograf bei Karl-Hugo Schmölz und Peter H. Fürst in Köln; Studioleiter bei Vogelsänger Studios Oerlinghausen; eigenes Studio für Werbefotografie in Detmold; Mitglied im Lippischen Künstler-Bund; Einzel- und Gruppenausstellungen in der Region und anderswo; Arbeitsschwerpunkte: Kunst und Architektur, freie künstlerische Fotografie.

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Ewald Horstmann

»Mein Tätigkeitsbereich umfasst Malerei, Grafik und Plastik. Bei der Zeichnung arbeite ich mit meiner linken (Zeichenhand) und der rechten (Schreibhand) synchron, das bedeutet, dass die Zeichen oder Symbole links- bzw. rechtsgeneigt erscheinen. Bei der Plastik können verschiedene Materialien (Mix-Media) verwandt werden. Die Reliefs liegen zwischen Plastik und Malerei.«

1939 geboren in Velbert/Rheinland; Abitur in Remscheid; Studium Päd. Hochschule Bielefeld; Künstlerische Ausbildung bei Prof. W. Pramann; Kontinuierliche Beteiligung an Gruppen- und Durchführung von Einzelausstellungen im Inland und im europäischn Ausland.

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Ursula Horstmann

arbeitet ungegenständlich. Assoziationen zu Strukturen und Formen in der Natur sind jedoch deutlich zu erkennen. Ihr Anliegen ist es, dass der Betrachter in Dialog zu ihren Arbeiten tritt, in sie eintaucht und für sich selbst etwas Neues entdeckt.

1943 geboren in Detmold; Abitur; Studium Pädagogische Hochschule Bielefeld; Öffentlicher Schuldienst in NRW; Kunststudium Universität Paderborn; Künstlerische Ausbildung bei Prof. W. Pramann (PH Bielefeld) und Prof. K. Hoefs (Europäische Kunstakademie Trier); Kontinuierliche Beteiligung an Gruppen- und Durchführung von Einzelausstellungen im Inland und im europäischn Ausland.

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IMO (Ingrid Zimmermann)

Eine Photographie vergegenwärtigt nicht nur den Augenblick, sondern lässt auf unendlich viele Vorstellungen von Vergangenem und Zukünftigem schließen. So widersetzt sich das einzelne Photo der Bilderflut in den Printmedien und vor allem den bewegten Bildern in Film, Fernsehen, Video und Internet. Ein Photo lädt ein zur Diskussion darüber, ob das, was wir über unsere Sinne aufnehmen, die Wahrheit ist.

1950 geboren; lebt und arbeitet in Lage; Photoarbeiten auf Papier, Stoff, Holz Rauminstallationen, Objekte; Mitglied im Lippischen Künstlerbund und in der GEDOK OWL, Kuratoriumsmitglied der Sibylle-Dotti-Stiftung

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Robin Jähne

Bereits von Kindesbeinen an interessierte sich Robin Jähne für die Verbindung zwischen Kunst und Naturwissenschaften. »Natur Film ist weniger Handwerk denn eine kreative Tätigkeit, die allerdings jede Menge naturwissenschaftliches Wissen voraus setzt. Die Kombination von Bild, Musik und Sprache geht dem Zuschauer direkt ins Herz. Sie pflanzt dort die wichtigste Botschaft ein, dass wir unsere wunderbare Welt, die Schöpfung, für die nächsten Generationen, unsere Kinder und Kindeskinder bewahren. Die Wunder der Natur, die uns alle ehrfürchtig werden lassen, beginnen direkt bei uns vor der Haustür. Nur auf künstlerische Art und Weise lassen sich diese Wunder sichtbar machen und können am direktesten transportiert werden. – Ich möchte die Menschen über die Bilder an meiner Begeisterung für die Natur teilhaben lassen.«

1969 geboren in Detmold als Sohn des bekannten Malers und Bildhauers Hans Jähne; Landessieger und vierter im Bundeswettbewerb »Jugend forscht« mit einer Arbeit über Gewitter; Biologiestudium; Tätigkeit als Fotograf und Journalist; Natur Filmer; arbeitet für Fernsehanstalten, realisiert zahlreiche eigene Filmproduktionen; Auszeichnungen, Preise; Spezialist für besondere Kameratechniken im Nahbereich.

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Markus Krüger

»Ende der 90er Jahre entstand mein Interesse für die Panoramafotografie, insbesondere für 360°-Ansichten. Im Grunde das Gegenteil von Grenzen eines Motives. Die Abbildung von 360° mal 180° einer Position ist vollständig entgrenzt, nicht mehr durch die Wahl eines Ausschnittes definiert, sondern nur noch durch Standpunkt, Zeit und Licht. Den einen eigenen subjektiven Blickwinkel und Ausschnitt vergessen, wissen, dass jeder Ausschnitt immer nur Teilstück ist, dass Position in Raum und Zeit nur zwei von unendlichen Möglichkeiten sind, ist bis heute eine schöne Idee. Die Anmutung solcher Perspektiven, projiziert auf eine rechteckige Fläche, aus Menschensicht zu den Polen hin zunehmend gekrümmt, fand ich anfangs hübsch, schon nach kurzer Zeit als Selbstzweck langweilig und nur noch passend, wenn sie das Motiv unterstützt oder karikiert. Und so finden sich mit der Zeit zunehmend doch auch wieder Ausschnitte und Bildgänge entlang dieser Grenzen – Ansichten, die einen zweiten Blick lohnen.« Juli 2017

1967 geboren; Abitur; Studium Musikpädagogik; selbstständig; Musiker, Komponist, Musik-Produzent; Fotografie aus Leidenschaft, bisweilen bezahlt; Inhaber und Geschäftsführer einer Firma im Bereich Medien und Kommunikation.

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Andrea Maurmann

 »Meine Nähe zur Natur, zu Blumen und Blüten, bestimmt meine gestalterische Arbeit. Die Blütenpracht in ihrer Vielfalt, sowie Farben- und Formenreichtum zum Ausdruck zu bringen, stellt sich mir als reizvolle Aufgabe dar. Die Zielsetzung einer positiven, prachtvollen Aussage habe ich in der gestalterischen Umsetzung aus einer Kombination von Collage und Malerei auf Spiegel gefunden. Erste Schritte vor der Bildentstehung beginnen mit dem sorgfältigen und einfühlsamen Sammeln und Trocknen von Blütenblättern, bis hin zu speziellen Verfahren der Konservierung. Der Spiegel als Untergrund für die weitere Verwendung der präparierten Blüten, Folien, Glanzpapiere etc., ist ideal für die Umsetzung. Die Werkstoffe treten in ihrer Farbigkeit und Durchsichtigkeit auf dieser Fläche stärker hervor. Collage und Malerei haben dadurch einen Träger, der zusätzlich Glanz und Reflektion hervorruft. Das Bild wirkt wie ein Gemälde und erst bei näherer Betrachtung erschließt sich die aufwändige Art der Umsetzung und Herstellung. Der Spiegeluntergrund scheint stellenweise durch die Materialien hindurch und entwickelt dadurch ein Eigenleben, je nach Umgebung und Beleuchtung. Ein zusätzlicher, optischer Reiz an Sinnlichkeit wird dadurch für den Betrachter erfahrbar.«

»Die Farbe ist die letzte Kunst und die uns noch immer mystisch ist und bleiben muss, die wir auf eine wunderlich ahnende Weise wieder nur in Blumen verstehen.« Phillip Otto Runge (1777-1810)

1957 geboren lebt und arbeitet in Detmold; FHH-Hannover, Freie Grafik und Malerei bei Prof. Peter Redeker; Diplom Künstlerin; Akademie für Bildende Künste Braunschweig Freie Grafik und Malerei bei Prof. Roland Dörffler; Freischaffende Künstlerin; Mitglied im Lippischen Künstlerbund; Teilnahme an den Jahresausstellungen des Lippischen Künstlerbundes in der Städt. Galerie Eichenmüller-Haus in Lemgo Brake.

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Redzep Memisevic

In den Bildern von Redzep Memisevic dominieren Rot-, Orange- und Brauntöne, die stellenweise sehr verdünnt aufgetragen sind. Die Figuren, ausschließlich Mädchen und Frauen, sind oft das einzig Gegenständliche in seinen Bildern. Die Köpfe sind erkennbar, aber die Gesichter lassen dem Betrachter Raum zu eigenen Überlegungen und Deutungen.

1937 geboren in Belgrad; Studium Kunstakademie Belgrad, Meisterschüler mit staatlicher Auszeichnung; zweijähriger Aufenthalt an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Karl-Otto Götz als Stipendiat des DAAD; Mitglied des BBK, des Lippischen Künstlerbundes, Gründungsmitglied der Künstlervereinigung »Das Fachwerk«; Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland lebt und arbeitet in Bad Salzuflen.

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Ingrid Moll-Horstmann

Unter dem Eindruck der Begegnung mit Robert Pudlich und Otto Pankok hat der farbige Holzschnitt viele Jahre die gestalterische Arbeit bestimmt. Aufträge für den Kirchenraum ergaben neue Gestaltungsmittel. Glasmalerei, textile Wandgestaltungen und auch die Malerei sind seither ebenso Ausdrucksmöglichkeiten. Die letzte, kürzlich entstandene Reihe hat die Texte der Schöpfungsgeschichte zur Grundlage. Da der Holzschnitt für diese Reihe leider aufgegeben werden musste – nicht das Wollen war ausschlaggebend, sondern der Rücken – eröffnete das Arbeiten mit plastischem Material die Möglichkeit, ein Relief als Ausgangspunkt für Malerei zu nutzen. Auch in dieser Reihe bilden die Erzählungen zur Schöpfung und der »Schöpfungsakt« die Grundlage für eigenständige, nicht narrative Gestaltung. Die Jahrhunderte alten Texte sind voll von erstaunlichem Wissen und Erfahrungen.Auch wenn einige Arbeiten, ohne den Texten zu entsprechen, entstanden, reizte es die Künstlerin, diesen ihnen innewohnenden »Kräften« nachzuspüren.

1936 geboren in Herne; Studium an der Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf bei Otto Pankok und Robert Pudlich; Staatsexamen für das Künstlerische Lehramt an Höheren Schulen; Lehrauftrag an der Universität Paderborn im Bereich Graphik; Kunstpreis der Sparkasse und des Kunstvereins Paderborn; Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler, des Lippischen Künstlerbundes und der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst.

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Rainer Nummer

»Rainer Nummers Mitteilungen sind höchst wirkungsvoll versprengte, sperrige Zeichen. Linien im Fluss, gebündelt zu dichten Zentren, hier und da zu fragilen Rechtecken vereint, die Stabilität suggerieren im Feld eines lebhaften Chaossystems und mit organischen Formen kommunizieren. In der Fülle der divergierenden Mitteilungen bewahren die linearen Chiffren ihr Schweigen. Sie zwingen das Auge zum Hören, wenn es über die durchbrochene Fläche wandert, in weiße Tiefen versinkt und verschlüsselten Wegmarkierungen begegnet, die einen geheimnisvollen Kosmos durchziehen. Rainer Nummer nutzt bevorzugt ›arme‹ Materialien, die aber den Reichtum seiner Bilderpoesien glänzen lassen.« (Gisela Burkamp)

Studium Freie Grafik an der FH Bielefeld, Fachbereich Design; Staatsexamen; Lehrauftrag an der FH Bielefeld, Fachbereich Design; Kunsterzieher am Stadtgymnasium, Detmold; Lehrbeauftragter an der FH Lippe, Fachbereich Architektur; Lebt und arbeitet in Detmold.

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Karin Oestreich

»In meinen Arbeiten der Jahre ab 2013 stehen urbane Räume mit ihren subversiven Strukturen im Mittelpunkt. Aus dem ständig wachsenden Bildarchiv an Fotos, das ich bei Aufenthalten in mitteleuropäischen Großstädten sammelte, stelle ich Fotocollagen zusammen, um sie in einem experi-mentellen Prozess digital zu bearbeiten. Das Prozedere ist darauf ausgerichtet, sich des individuellen Charakters der jeweiligen Stadt bewusst zu werden: Visuelle Samples der Gegenwart, Fragmente unserer visuellen Kultur, das sollen diese Bilder demonstrieren. Dabei verschmelzen unterschiedliche Raumkonzepte oder formal aufgelöste Motive der heutigen Bild- und Zeichenästhetik zu irritierenden Raumkompositionen, die mitunter so stark verfremdet sind, dass sie halluzinierende Resultate erzielen können. Ich stelle Bezüge her, die manchmal unerwartet und kurios wirken. Oft mag sich der Betrachter in einer Parallelwelt wiederfinden, deren Entwicklung und Interpretation sich nur durch ihn öffnen lässt, wenn er den vielfältigen Beziehungen auf die Spur zu kommen versucht.«

1949 geboren; lebt und arbeitet in Detmold; Studium Kunst und Pädagogik an den Hochschulen Münster und Hagen; Erweiterungsstudien Kunst und Textildesign; Studium der Kunstgeschichte Fernuniversität Tübingen; Mitglied im Lippischen Künstlerbund; Arbeitsschwerpunkte Textilkunst-Grafik- Collage.

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Krista Rodekohr

»Meine Bilder entstehen aus der Beschäftigung mit der Natur. Sie sind Produkte dieser Auseinander- setzung. Die Natur ist für mich Grundprinzip des Schöpferischen: Erlebnis von Wachsen, Werden und Vergehen, ein Fließen, das unserer geistigen Welt Schönheit, Stärke und Einkehr zu geben vermag. Die Natur ist in Bewegung, darum sehe ich auch meine Arbeiten als Stationen eines Weges und nicht als Ziel oder Endstation. Ich suche nicht nach etwas Bestimmten, sondern lerne ›überrascht zu finden‹. Für mich bedeutet das nicht nach, sondern mit der Natur zu schaffen. Analog zu dieser inneren Auseinandersetzung entwickelt sich während des Malprozesses in informeller Malweise meine Bildrealität. Sie verfestigt sich nach und nach aus einem Dialog mit der Leinwand. Es entstehen dabei neue Formen, die nach Ergänzung oder Reduktion verlangen, zueinander in Bezug treten und Spannungen aufbauen. Dieses geschieht, indem sich farbliche oder formale Gegenpole aufbauen, Ruhe und Bewegung sich begegnen oder abwechseln. So ist das Resultat meiner Arbeit die nicht ganz zufällige Momentaufnahme eines bewegten Ablaufes. Wie beim Fotografieren ist der Moment, in dem ich den Ablauf ›festhalte‹ der entscheidende.«

1937 geboren in Hannover; ... intensive Auseinandersetzung mit bildender Kunst (Malerei); Universität GHS Paderborn bei Prof. H. J. Keyenburg (Kunstgeschichte, Zeichnen, freie Malerei); Freie Kunstschule Berlin, Michael Morgner; Pavel Richter, Hamburg.

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Irene Schramm-Biermann

Eine Verbindung zwischen Bildender Kunst und Mathematik ist im Grunde naheliegend, denn Mathematik besitzt eine ganz eigene, elegante Schönheit. Dennoch ist Bildende Kunst, die auf mathematischen Sachverhalten basiert, nicht häufig zu finden. Die Arbeiten von Irene Schramm-Biermann können der Konkreten Kunst zugeordnet werden (siehe auch Wikipedia, Künstler der Konkreten Kunst). Gestaltungsideen entstehen aus der Beschäftigung mit dem reichen Spektrum der zur Visualisierung geeigneten mathematischen Gegebenheiten, die exemplarisch ausgeführt den Bildaufbau prägen. Nach spielerischer Herangehensweise in unterschiedlichen Entwürfen schließt sich die eigentliche künstlerische Umsetzung an. Im Verlaufe des Arbeitsvorgangs ergeben sich gestalterische Freiheiten und Zufälligkeiten, die nicht nur, doch insbesondere die Farbwahl der Mittel (Pigmente und Acryl) betreffen. »The mathematician’s patterns, like the painter’s or the poet’s must be beautiful; the ideas, like the colours or the words must fit together in a harmonious way.« (G.H. Hardy)

1950 geboren in Detmold; Abitur in Bielefeld; Studium: Mathematik in Bielefeld und Hamburg, Kunst bei Prof. Pramann, Bielefeld; Ausstellungstätigkeit ab 1988; Lehrerin bis 2012; Gründung der Produzentengalerie 13.14 in Detmold; Mitglied im Lippischen Künstlerbund und im BBK.

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Günter Schulz

»Die hier versammelten Bilder sind unmittelbar nach dem morgendlichen Erwachen auf einem Tablet-Computer mit dem Zeigefinger meiner rechten Hand ›gemalt‹ und stammen alle aus dem Jahr 2017. Drei bis fünf Farbflecke arrangiere ich zu einem Klangakkord, den ich behutsam moduliere Dies geschieht sowohl durch eine Differenzierung der Grundformen als auch durch Modifizierung der anfänglich bestimmten Farben, meistens durch Weiß und Schwarz. Diesen Prozess versuche ich möglichst intuitiv im Zustand größtmöglicher Gelassenheit auszuführen. Das so entstandene Bild begleitet mich als ›Glücks-Schmetterling‹ durch den Tag.«

1939 geboren in München; Studium an der PH Bielefeld Schwerpunkte Sport und Kunsterziehung; Vorsitzender des Lippischen Künstlerbundes e.V.; lebt und arbeitet in Detmold; generative Computergrafik, Objekte und Assemblagen, konkrete Malerei, digitale Malerei, Performance, Aktionskunst.

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Dagmar Stark

Neben der reinen Abstraktion spielt sowohl der Mensch als auch Gegenständliches eine wesentliche Rolle für die Arbeiten von Dagmar Stark. Dabei geht es nicht um das Abbilden bestimmter Personen in einem definierten Kontext, sondern um die Verknüpfung von abstrahierten Räumen und Figuren, die den Inhalt nicht festlegen, sondern dem Betrachter einen Interpretationsspielraum lassen. Die dargestellte Gegenständlichkeit ist mechanisch-maschineller Natur, die allerdings ihrer Funktionalität enthoben ist. Sie ensteht aus dem Wechselspiel zwischen Konkretem und Abstraktem.

1955 geboren in Göttingen; Studium der Kunst, Germanistik, Philosophie in Göttingen und Kassel; 1. und 2. Staatsexamen; Lehrtätigkeit in Limburg a.d. Lahn; Lehrtätigkeit am Städtischen Gymnasium Barntrup; Mitglied im Lippischen Künstlerbund.

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Ernst Thevis

»Raum verdrängen und zugleich Raum erzeugen, dieses Wechselspiel versuche ich in meinen Skulpturen und Reliefs zu ergründen. Meine Arbeit verfolgt dabei keinen anderen Anspruch, als schlicht ›da‹ zu sein, wobei ich darin durchaus auch einen grundlegenden Lebenssinn sehe. Der Stoff meiner Skulpturen, Hölzer aller Art, birgt einen fast unerschöpflichen Reichtum an ästhetischen Erscheinungsformen, die nur darauf warten, im Prozess ihrer bildhauerischen Verarbeitung entdeckt zu werden. In dieser Hinsicht sind meine Skulpturen Zeugnisse einer nicht endenden Reihe von räumlichen Experimenten in Holz.«

1961 geboren in Oberndorf-Neckar; Holzbildhauerlehre in Berchtesgaden; Studium der Architektur an der RWTH Aachen und Kunstakademie Düsseldorf 1992; freischaffender Bildhauer; Professor für Plastisches Gestalten an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; lebt und arbeitet in Detmold

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Rago Torre-Ebeling

»Archimedes, dem Wissenschaftler posthum ein schönes neues Haus – erweitert durch einen ›Skulpturengarten‹ – zu bauen, in dem er seinen Forschungen allein im Dienste des Friedens unter allen Menschen dieser Erde in Ruhe nachgehen kann, war mein Gedanke. Eine Fiktion gewiss, an die allein all meine Hoffnungen für die Zukunft gebunden sind.«

1926 geboren in Weimar; Studium der Malerei und Grafik in Weimar; Studium an der HfBK Berlin, Meisterschüler bei Prof. Kohn; Bild- und Feuilleton-Redakteur bei Zeitungen in Nürnberg und Biele- feld; Professor für Kunstgeschichte an der Gesamthochschule-Universität in Paderborn; Maler, Grafi- ker, Bildhauer, Fotograf, Filmemacher, Buchautor, Sammler; lebt und arbeitet in Leopoldshöhe.

rago.teb(at)1st-ck.de- zum Register


Brigitte Trautwein

Entwicklung von Farbaxiomen zu Naturphänomen. Mit- und Gegenspiel von Farbe, Linien und Strukturen. Monochrome Malerei und Linienführung zu Systemen unterschiedlicher Symbolik.

1948 geboren in Babenhausen (Schwaben); lebt und arbeitet in Lemgo; Studium der Kunstgeschichte in Stuttgart; Grafikstudium; Studium des freien und angewandten Zeichnens; freie künstlerische Arbeit; Kunsterzieherin Kollegschule und Berufskolleg Anna-Siemsen des Kreises Herford; Mitglied im Lippischen Künstlerbund und im Bundesverband Bildender Künstler.

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Reinhard Wolf

»Ich glaube, heute besteht ein großes Missverständnis bei den Menschen«, sagt der Aktionskünstler, Zeichner und Professor Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. »Als müsse Kunst durch einen logischen Satzzusammenhang verstanden werden. Wenn aber die dahinter stehende Idee das Werk dann eigentlich wäre, dann bräuchte ich doch dieses sinnliche Gebilde gar nicht zu machen. Dann könnte ich das doch in logischen Satzzusammenhängen schildern.«

1949 Erste fotografische Versuche mit einer Boxkamera; Jurastudium; Richter am Arbeitsgericht; fotografische Arbeiten (Serien, Landschaften, Portrait); kreative Gestaltung des Privaten; Schwarzweißfotografie, Ausarbeitungen in der eigenen Dunkelkammer, Experimente, Dokumentationen, Plakat-, Flyer- und Buchgestaltungen; Kauf der alten Schule in Lemgo Wiembeck und Einrichtung als Atelierhaus. Verstorben Juli 2020.

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Klaus Zeitz

Die Theorie erwächst vornehmlich aus der künstlerischen Praxis. Zur Zeit sind der Mensch und die Gesellschaft Themenschwerpunkte. Bezüge zu gesellschaftlichen Gegebenheiten fließen intuitiv in den Gestaltungsprozess ein, nicht als Ergebnis programmatischer Vorentscheidungen. Eine induktive Gestaltungsweise, die von relativ realistisch dargestellten Bildinhalten über die Bildung von Metaphern bis zu Abstraktionen reicht, soll für Verdichtungen und für größere Allgemeingültigkeit sorgen.
Polystilistik ermöglicht die Konfrontation, Durchdringung und Integration unterschiedlicher Realitätsebenen. Die Bilder stellen eher Fragen, als dass sie Antworten geben. Das Publikum wird zur Mitarbeit angeregt. Angestrebt ist die Hervorbringung autonomer Bildwerke, deren inhaltliche und formale Bedeutungs- und Bezugszusammenhänge ästhetische Qualität im Sinne von Schönheit entstehen lassen. Die Arbeiten sollen ein Maß an Komplexität aufweisen, welches geeignet ist, etwas von der komplexen, auch widersprüchlichen Realität innerhalb und außerhalb des menschlichen Kopfes aufscheinen zu lassen. Ein Qualitätsmerkmal ist demnach auch eine Mehrdeutigkeit.

1937 geboren in Düsseldorf; Studium der Malerei und Grafik an den Hochschulen für Bildende Künste in Düsseldorf und Berlin bei den Professoren Josef Faßbender und HannTrier; freischaffender Maler Aufträge für Kunst am Bau; Lehrtätigkeit als Kunsterzieher am Gymnasium; Studium der Fächer Kunst und Kunstwissenschaft für das Lehramt am Gymnasium in Düsseldorf Gymnasiallehrer und Maler; als bildender Künstler in Detmold tätig; Mitglied im Lippischen Künstlerbund und im Künstlersonderbund Deutschland.

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