Walter Täuber 1923 - 1974

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Der Künstler war zunächst Tischler in Schlesien, wurde nach dem Kriege nach Lippe verschlagen, malte als reine Naturbegabung und siedelte sich bald in Wüsten/Lippe an. Mit offenen Augen erlebte er die Welt, löste sich aber bald von der Gegenständlichkeit der Motive: Landschaft, Gebäudekomplexe, Stillleben, um sich ganz dem Erlebnis der abstrakten Malerei hinzugeben. Jedes Jahr reiste er nach England oder ins Burgenland, überhaupt waren Reisen und Erleben seine große Sehnsucht, aus der heraus farbenschwelgende und in der Komposition klar gegliederte Bildwerke entstanden. Täuber hat keine Akademie, keine Kunstgewerbeschule o.ä. besucht. Er war ein Autodidakt, vor dessen Bildern seine Kollegen bei den Jahrausstellungen von Jahr zu Jahr Fortschritte in der Vereinfachung der abstrakten Motive wie in der Überzeugungskraft der Farbigkeit feststellten. Als er starb, war er erst 51 Jahre alt. Seine Freunde befiel tiefe Trauer angesichts dieses plötzlichen Endes seines künstlerischen Wirkens, das von dem früh Vollendeten noch viele reife Werke erwarten ließ. Dem LKB stand Walter Täuber eine Reihe von Jahren als Geschäftsführer zur Verfügung.