Waldemar Kögler 1906 - 1977

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Als Sohn eines Kunstmalers erfuhr Waldemar Kögler seine erste Ausbildung in Berlin, studierte Kunsterziehung und Biologie; in dieser Zeit erfuhr er bleibende Werte für sein späteres Wirken bei Willi Jaeckel, Professor an der Akademie in der Grunewaldstraße, und bei Spranger und Wölfflin an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Seine Abschlussexamina bestand er 1933, reiste mehrere Jahre, erhielt nach der üblichen Referendarzeit 1939 eine feste Anstellung am Arndt-Gymnasium in Dahlem und wurde ein Jahr später ins Zentralinstitut für Lehrerbildung berufen, wo er die Sparte für Kunsterziehung leitete. Seit 1940 beteiligte sich Waldemar Kögler an mehreren Ausstellungen in Berlin, und unternahm, soweit das während des Krieges möglich, Reisen, auf denen er seine zeichnerischen und malerischen Fähigkeiten weiterzubilden bemüht war. Als mehrjähriger Kriegsteilnehmer kam er in russische Gefangenschaft, ließ sich nach Bad Salzuflen entlassen, wohin seine Familie von Berlin her ausgesiedelt worden war, und begann eigentlich erst jetzt unermüdlich künstlerisch zu schaffen. So hat er in dieser lippischen Phase u.a. ein Sgraffito an der Kirche zu Wülfen/Bad Salzuflen und mehrere Glasfenster (z.B. für die Sparkasse in seinem neuen Wirkungsort) gestaltet. Seit 1950 Kunsterzieher am Gymnasium in Bad Salzuflen, konnte Kügler sich nur selten an Ausstellungen des LKB beteiligen, dennoch sei eine Gruppenausstellung seiner Arbeiten genannt, welche die Stadt Wilhelmshaven im Jahre 1960 für ihn veranstaltete.