Theo Meier-Lippe 1907 - 1980

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In Hohenhausen Kreis Lemgo geboren, begann Theo Meier-Lippe mit 19 Jahren seine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Kassel. Besuche der Gemäldegalerie vermitteln erste Kontakte mit Originalen der großen Kunst. 1928 beteiligt er sich erstmals an einer Gruppenausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf. An der Rijksacademie in Amsterdam setzt er 1930 seine Studien fort, begegnet in den Museen Bildern von Vincent van Gogh, geht weiter nach Paris, wo sich dem jungen Maler eine neue Welt der Farben auftut. Cezanne, Toulouse-Lautrec, Gauguin und Chagall beeinflussen nachhaltig seine Farbgebung. 1933 kehrt Meier-Lippe in die Heimat zurück, im Schloss Varenholz an der Weser wird ein großes Turmzimmer zum Atelier, und hier entstehen großflächige Landschaften und figürliche Kompositionen in vorwiegend grünen und blauen Farben. Die politischen Veränderungen zwingen ihn zur Aufgabe des romantischen Ateliers, er geht nach Siegen, wo er sich der dortigen Künstlergemeinschaft anschließt. Ausstellungen im Ausland und in Westfalen, auch in Detmold werden beschickt. Nach dem Kriege, durch dessen Einwirkung alle bisher entstandenen Bilder verloren gehen, beginnt auch bei Meier-Lippe die geistige Auseinandersetzung mit den Problemen der Abstraktion, deutlich erkennbar an den Stillleben jener Zeit. Nach anfänglich kleinen Federzeichnungen folgen großformatige Arbeiten mit Pinsel, Feder und Tusche. Die sechziger und siebziger Jahre bringen mehr und mehr größere Ausstellungen, die Meier-Lippe über den westfälischen Raum hinaus bekannt machen. Stadt- und Landkreis Siegen, das Karl-Ernst-Osthaus-Museum Hagen und viele andere Städte, u. a. Detmold, sind im Besitz von Werken von Theo Meier-Lippe, der immer zu den produktivsten und wegweisenden Künstlern in den Reihen des LKB gehört hat.

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