Ruth Baumgarte 1923-2013

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Ruth Baumgarte wurde am 27. 6. 1923 in Coburg geboren. Die erste künstlerische Ausbildung erhielt sie bereits als Schülerin in Berlin. Prägend für ihren weiteren künstlerischen Werdegang waren der Besuch der Kunstschule des Westens und das daran anschließende Studium für Grafik und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Hier waren es die Professoren Ulrich, Michel, Tank, Franzke und Wehlte, welche die Künstlerin förderten. Ruth Baumgarte lebte und arbeitete als freischaffende Malerin und Grafikerin in Bielefeld und war ab 1984 Mitglied des Lippischen Künstlerbundes. Ihre bevorzugte Techniken waren Aquarell, Öl, Pastell und Kreide. Breitgespannt ist der Themenbereich im Kunstschaffen der Malerin. Doch es war immer wieder der Mensch, den sie in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte. Nicht selten waren es sozialkritische Themen, die in der Kunst Ruth Baumgartes ihren Ausdruck fanden. Sie selbst schrieb über ihre Arbeit: „Eine Unmenge Themen bewegen mich; an jedem Tag geschieht etwas, das erschreckt, erfreut, wachsam macht. Begegnungen, Betrachtungen, Ereignisse, verschlüsselte Botschaften visueller Wahrnehmungen, Skizzen, Studien bilden die Basis der Darstellung; meine Vorstellungskraft innerer Zusammenhänge bestimmt die Farben.“

Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund gibt es einen Film über die Berliner Akademiezeit und das Frühwerk von Ruth Baumgarte von 1923 bis 1946.
Im Film erfahren Sie die Hintergründe zu diesen prägenden Jahren im Leben der jungen Künstlerin. Die Verfolgung und die daraus resultierenden Repressalien während dieser Zeit, erlebte sie auch innerhalb ihrer Verwandten und Freunde. Ruth Baumgartes Wahrnehmung wurde so auch für die in Berlin-Karlshorst ansässigen Sinti- und Roma-Familien geschärft, die sie entgegen den politischen Direktiven, auch in ihren Werken auf der Flucht vor dem Genozid ins Bild setzte. ►hier geht es zum Film...

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth Baumgarte