Rudolf Jahns 1896 - 1983

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Rudolf Jahns wurde am 13.3.1896 in Wolfenbüttel geboren und wuchs in Braunschweig auf. Er lebte und arbeitete als Maler seit 1920 in Holzminden. Unmittelbar nach dem Abitur in Braunschweig wurde er 1915-18 Soldat. Anfänglich expressionistisch arbeitend fand er 1919/20 seinen Weg in der abstrakten, konstruktivistischen Malerei und folgt diesem in den verschiedenen Phasen bis heute. Ab 1924 beteiligte er sich auf Einladung von Herwarth Walden an Ausstellungen der Berliner Galerie »Der Sturm«. Die künstlerische Ausbildung erwarb er im Selbststudium, durch seine freundschaftlichen Verbindungen zu vielen Künstlern in Hannover, besonders zu Kurt Schwitters und Karl Buchheister. Gemeinsam mit diesen gründete er 1927 die Künstlervereinigung »die abstrakten hannover« (Buchheister, Jahns, Nitschke, Schwitters, Vordemberge-Gildewart und Domela). Doch wurde es bald politisch gefährlich, nicht der nationalsozialistischen Auffassung von Kunst zu entsprechen. 1933-45 war die abstrakte Malerei verboten, Bilder wurden aus den Museen beschlagnahmt, auch die der Künstlervereinigung. Rudolf Jahns sah sich gezwungen, seine Arbeiten im Atelier zu tarnen, er überspannte sie mit unverfänglichen Landschaftsskizzen. Die künstlerische Unabhängigkeit konnte er durch einen Brotberuf sichern. Sein bereits 1957 umfangreiches Werk von Graphik und Malerei findet seither in freiberuflicher Arbeit stetige, reife Ergänzung. Viele seiner Gemälde befinden sich im Besitz der bedeutendsten modernen Sammlungen schweizer, amerikanischer, schwedischer, britischer und deutscher Kunstmuseen und in privaten Sammlungen. In Würdigung seines künstlerischen Werkes wurde Rudolf Jahns 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

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