Josef Rikus 1923 - 1989

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Josef Rikus wurde am 28.2.1923 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur wurde er 1942 Soldat und erlitt in Russland eine schwere Verwundung. Nach vorzeitiger Entlassung studierte er in Paderborn und Freiburg Philosophie. Es folgte die Steinmetzausbildung und seine Tätigkeit bei dem Bildhauer Eugen Senge-Platten in Siedlingshausen. 1947-52 war er Meisterschüler von Prof. Karl Knappe in München und war seit 1952 in Paderborn tätig. An der Gesamthochschule hatte er einen Lehrauftrag. Aus der Fülle seiner Arbeiten in Holz, Stein, Beton, Bronze und anderen Metallen in den vielen historischen und modernen Kirchen, an öffentlichen Plätzen und Verwaltungsgebäuden in der Bundesrepublik seien hier drei besonders markante Beispiele genannt: Die Gedenkstätte für sowjetische Kriegstote bei Stukenbrock 1962-64 (siehe unten links), die einer Großplastik entsprechende Architektur der Kirche der kath. Hochschulgemeinde in Köln-Sülz 1968-64 und aus jüngerer Zeit der überlebensgroße Neptun, eine Bronzeskulptur auf dem Paderborner Domplatz inmitten einer großzügigen Brunnenanlage. Weitere Beispiele: Fassadenelemente am Kölner Rathaus und die lebensgroße Bronzeskulptur Bischof von Ketteler 1988 (siehe unten rechts) im Erbacher Hof (Kath. Bildungszentrum) in Mainz, eine seiner letzten Arbeiten. Am 25.11.1989 starb Josef Rikus noch vor der Vollendung umfassender Arbeiten für den Erfurter Dom.
Er hinterlässt ein reifes künstlerisches Werk von verhaltener Zartheit und zugleich expressionistischer bis konstruktivistischer Strenge, das über seine Zeit hinausweist. Auch jenseits der Bundesgrenzen würdigt ihn die Fachliteratur als Glied einer Kette herausragender Künstler, die auf einem geistigen Wege weiterzuführen vermögen. 1959 Ehrung durch den Kulturpreis der Stadt Paderborn. Studienreisen in viele Länder, 1965 auf Einladung der sowjetischen Regierung in die UdSSR.

de.wikipedia.org/wiki/Josef_Rikus