Margarete Krieger 1877 - 1953

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Als Tochter eines Gutspächters in Blomberg geboren, wurde Margarete Krieger in Kassel und Dresden im Zeichnen unterwiesen, studierte – dann wieder in Dresden – Malerei, lebte und arbeitete vorwiegend in ihrer lippischen Heimat. Landschafts- und Interieur-Bilder (Mädchen am Fenster, Blick in ein Zimmer, Bauernhof mit Wiese, blühender Obstgarten) bestimmen den Inhalt ihrer frühen Bilder. Starke Anregungen erfuhr die Künstlerin in Schwalenberg durch den Maler und Graphiker Magnus Zeller, der sie lehrte, ein Bild sachlich einfach zu komponieren und starke Farben gegeneinander zu setzen. In alten Kritiken aus den zwanziger Jahren über Ausstellungen des Lippischen Künstlerbundes, dessen sehr aktives Mitglied Margarete Krieger wurde, fanden wir Besprechungen, in denen sie geradezu als eine Expressionistin bezeichnet wurde. In der Thematik ist die Künstlerin sich immer treu geblieben, aber ihre späten Bilder, auch Blumen-Stillleben, sind sachlicher, strenger im Aufbau und farbiger als die aus ihrer früheren Entwicklungsphase. Arbeiten von ihrer Hand sind zu finden im Lippischen Landesmuseum Detmold, andere in privatem Familienbesitz.