Kurt Henckel 1881 - 1950

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Fast ausschließlich durch Motive seiner lippischen Heimat ist das Schaffen des Landschafters, Porträtisten, Interieur- und Blumenmalers Karl Henckel bestimmt. Als jüngster von 5 Brüdern wurden er und sein älterer Bruder, der Bildhauer Robert, in Horn/Lippe als Söhne eines Schneidermeisters geboren. Schon als Schüler interessierte er sich für künstlerische Dinge, und so gab ihn sein Vater zu den lithographischen Anstalten der Firma Klingenberg in Detmold in die Lehre. Mit 28 Jahren besuchte er die Kunstakademie in Dresden, nahm als Sanitäter am ersten Weltkrieg teil, besuchte ab 1919 die Kunstakademie in Kassel und führte im Auftrag der Stadt eine Reihe von Interieurbildern mit Volksbräuchen und Trachten aus, die im Kunstmuseum in Kassel aufbewahrt werden. Nach 2 Jahren kehrte er in seine Heimatstadt Horn zurück, wo die ersten größeren Bilder mit Motiven des lippischen Lebens entstanden z.B. »Der Schuhmacher«, »Der letzte Handweber« oder »Die Schmiedewerkstatt« u.a.. Diese Werke haben einen bedeutenden kulturhistorischen Wert. Manche Verbindung unterhielt Karl Henckel mit den Schwalenberger Malern und war lange Zeit Vorsitzender des Lippischen Künstlerbundes. Das Lippische Landesmuseum besitzt einige Landschaften und Bildnisse von seiner Hand.