Hellmuth Scheunemann-Damerau

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Hellmuth Scheunemann-Damerau wurde im westpreußischen Damerau am 20.4.1911 geboren. Nach der Schulzeit in Neustettin, Stolp und einem Jahr an der Kunstgewerbeschule in Stettin begann er ein Medizinstudium in Berlin und wechselte 1934 zur Kunstakademie Berlin-Charlottenburg. Bis 1940 bei den Professoren Ferdinand Spiegel und Adolf Strübe tätig, war er 1941 während eines Urlaubssemesters dort Meisterschüler. Als Soldat geriet er in Russland in Gefangenschaft und wurde 1946 entlassen. Alle seine künstlerischen Arbeiten gingen verloren. In Bielefeld fand er eine neue Heimat und konzentrierte sich auf Malerei, Graphik und Werbegraphik (u.A. Gestaltung von Messeständen). Ausgehend vom Expressionismus fand er als Maler seinen eigenen Weg. Es entstanden nun viele Bildnisse, Landschaften und auch großformatige abstrakte Arbeiten. Er entwarf Glasfenster, Mosaiken und Teppiche.. Im Bielefelder Rathaus befindet sich ein großer, zweiteiliger Wandteppich mit Szenen aus dem ostwestfälischen Raum. Seine Malerei und Grafik geht zwar vom Expressionismus aus, verlässt jedoch weitgehend die Gegenständlichkeit. Seine Kompositionen baut er flächig-farbräumlich auf, zumeist beherrscht eine modulierte Grundfarbe seine Farbskala. Weiterhin entstanden Porträts, jedoch geläutert durch die Strenge der Abstraktion. Im Bielefelder Max-Planck-Gymnasium setzte er als Kunsterzieher 1954-80 seine reiche Erfahrung ein, ebenso als Dozent der VHS Bielefeld 1952-77. Gegen Ende seines pädagogischen Wirkens übersiedelte er nach Lippe. Er lebte und arbeitete als Maler und Graphiker in Berlebeck bei Detmold. Seit 1984 lebte und arbeitete der Maler und Grafiker in Bad Meinberg, er gehörte dem LKB seit 1965 an.

Hellmuth Scheunemann zu seiner Arbeit: » ... Für ein Portraitbild muss ich viele Skizzen fertigen. Jedes Blatt enthält etwas Typisches des Menschen, mit dem ich mich beschäftige. Am Ende male ich das Bild auswendig und derart entstandene Bilder werden manchmal gut. In meinen Glasfenstern, Teppichen und Mosaiken bin ich bemüht, mich der Menschheit – gewissermaßen außerhalb von mir selbst – mitzuteilen, für andere bewusst verständlich zu sein. In meinen freien Bildern kann ich diese Rücksicht nicht nehmen ... «.