Heinz Wigand 1920 – 1989

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Heinz Wigand wurde am 8.7.1920 in Berlin geboren. Nach einer Lehre als Lithograf studierte er an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, zuletzt als Meisterschüler. Von 1957 an arbeitete er als Ausstellungsgestalter und Grafik-Designer; bis 1980 war er Kunsterzieher. Zu dem Werk Wigands gehört die Zeile »Es gibt nur eine Welt für uns, und das ist unsere Erde« (nach Seattle). Seine Materialbilder, Collagen, Objekte aus Fundstücken, Grafiken und Installationen sind Zeichen, Boten, Symbole. Die Um-Welt ist sein Thema im weitesten Sinn, wobei immer wieder der Kreis erscheint und das Bild beherrscht. Oft ist er unterbrochen, das Material zerfressen, verrostet, angebrannt, geteilt und nicht mehr vollkommen. So zeigen die Arbeiten dem aufmerksamen Betrachter den Zerfall der Welt, die unsere Welt ist. Es bleibt aber auch immer noch eine Hoffnung, die Zerstörung aufzuhalten. Bildtitel wie »Arche«, »No future«, »So weit darf es nicht kommen«, »Haltet ein«, »Segen oder Fortschritt« bedeuten Zeugnis und Botschaft zugleich. Heinz Wigand wollte mahnen und aufrütteln: Nicht nur der Frieden ist gefährdet – die Gleichgültigkeit der Menschen zur Zerstörung der Umwelt, zu diesen lebenswichtigen Fragen bedroht unseren Planeten! So hat er mit seiner Arbeit einen Beitrag geleistet zum Mit-, Nach- und Umdenken für eine bessere Welt. Heinz Wigand war seit 1983 Mitglied im Lippischen Künstlerbund. Er lebte und arbeitete in Bielefeld, wo er 1989 starb.