Heinz Bergkemper

zurück ins Archiv ►

Heinz Bergkemper wurde am 8. 6. 1925 in Langenberg geboren. Der Bildhauer lebte und arbeitete in seiner Heimatstadt und gehört dem LKB seit 1975 an. 1943 wurde er Soldat, kam nach Russland und war 1944-45 in sibirischer Gefangenschaft. Nach der Bildhauerlehre erfuhr er die künstlerische Ausbildung 1947-48 an der Werkkunstschule Bielefeld bei Prof. Rickert. 1953-58 studierte er in Antwerpen und Brüssel bei Prof. Cantre, 1970-71 an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg bei Prof. Mascherini. 1971 errang er den Kunstpreis der ISA Salzburg. Griechenland und Italien waren als Stätten klassischer Kunst die Ziele seiner wichtigsten Studienreisen. In erster Linie galt sein Interesse der Bronzeskulptur (Kleinplastik, große Stelen, Brunnenanlagen). Strenge und Reduktion der Form sowie die Verinnerlichung des Themas weisen auf expressionistische Quellen. Dem Modernismus abhold, fern vom Spektakulären, dagegen Tradition respektierend und darauf aufbauend teilt sich der Künstler in seiner eigenständigen künstlerischen Sprache mit. Manchmal antike Mythen andeutend lassen seine zeitlosen Figuren die Tragik (Der Gefangene), die Gelöstheit (Flötenspieler), die Bedrohung (Kriegerisches Untier) menschlicher Existenz erkennen und durchschauen. Es liegt nahe, dass des Künstlers geistige Position ihn auch für den sakralen Bereich inspirierte. (Arbeiten für viele historische und zeitgenössische Kirchen.) Er sagt: „Die ganze Welt schreit, um gehört zu werden. Ich möchte still sein.“