Friedrich Homeier 1908 - 1985

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Friedrich Homeier wurde am 12.6.1908 in Extertal-Silixen (Lippe) geboren. Er lebt und arbeitet als Maler und Graphiker in Lemgo. 1931 bestand er in Detmold an der Aufbauschule das Abitur und studierte 1931-34 an der Universität in Hamburg Pädagogik, Philosophie und Psychologie, an der Kunstgewerbeschule bei Prof. llies Malerei und Graphik. Über Jahrzehnte war er als Kunsterzieher an lippischen Schulen und an der VHS Lemgo tätig. 1940- 45 war er Soldat und geriet in Gefangenschaft.

Sein besonderes Interesse gilt der Graphik in den verschiedenen Techniken: Linol- und Holzschnitt, Monotypie, Mischtechniken und die Handzeichnung. Aber auch mit der Farbe setzte er sich intensiv auseinander und schuf plastische Arbeiten in Holz, Eisen und anderem Material. Er arbeitete figürlich ebenso wie ungegenständlich, ging meistens von der Naturbeobachtung aus, um dann in einem Umsetzungsprozess zur bildnerischen Gestalt zu kommen. Großzügige Vereinfachung zu klaren Linien und Formen findet sich ebenso wie die Liebe zum Detail. Viele Arbeiten zeigen seine Liebe zur Landschaft und sein Interesse an den Menschen in ihrer Umgebung. Immer hatte er einen Skizzenblock bei sich und hielt das fest, was seine Augen wahrnahmen. Er pflegte das schnelle und wesentliche Erfassen seines Lebensraumes. So entstanden viele Zeichnungen und Skizzen, die zeigen, wie Friedrich Homeier mehr fand als suchte, in stetiger schöpferischer Unruhe mit oft wenigen Strichen das Geschaute in charakteristischer Weise festhielt. Friedrich Homeier war seit 1965 Mitglied im Lippischen Künstlerbund. Er lebte und arbeitete in Lemgo, wo er 1985 starb.
Es befinden sich viele für ihn besonders typische Arbeiten im öffentlichen Besitz und in privaten Sammlungen.

Friedrich Homeier zu seiner Arbeit:
» … ich habe einen Skizzenblock fast täglich bei mir und skizziere auch vor dem Fernseher, im Konzertsaal, draußen den Baum, die Blume, die Landschaft, den Menschen, der vorbeigeht, Tiere auf der Weide. Nichts übt mehr als schnelles Erfassen. Nur das Wesentliche mit wenigen Strichen. Und Finden, nicht Suchen! ... Die größte Offenbarung ist die Stille. Die schöpferische Unruhe ist für den Künstler die treibende Kraft.«