Friedrich Diehl

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1908 in Gießen (Hessen) geboren; 1922 Lehre als Elfenbeinschnitzer und Flachstichgraveur; 1926 Volontär als Gold- und Schwarzdruckgraveur, in der Volkshochschule erste Begegnung mit der modernen Kunst; 1929 Übersiedlung nach Bielefeld, Arbeit in einem graphischen Betrieb, Besuch der Abendkurse der Kunstgewerbeschule; 1932 Teilnahme an ersten Ausstellungen; 1940-1945 Soldat (Russlanderlebnis: Verlust des rechten Armes 1944); seit 1947 intensives Arbeiten in Holz, Beschickung zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland.

»Graphiker von Beruf, hat er sich zu einem hervorragenden Holzschneider entwickelt. Seine Holzschnitte zeichnen sich aus durch die Sicherheit des Schnitts und die Klarheit der Darstellung. Diehl gehört zu den Menschen, die der Krieg zu einer grundlegenden inneren Wandlung und Klarheit geführt hat. Das spricht aus allen seinen Blättern. Er ist verpflichtet, engagiert, dem Religiösen, dem allgemein Menschlichen schlechthin«. (Auszug aus: Ruhrnachrichten 24./25.2.1962 anlässlich von Diehls Ausstellung in der Sozialakademie)