Clara Ernst 1907 - 1972

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Die aus Lage/Lippe stammende Malerin und Grafikerin erhielt ihre künstlerische Ausbildung bei dem Bielefelder Tiermaler Paul Kottenkamp und auf der Carp-Schule in Düsseldorf. Ihr hinterlassenes Werk umfasst etwa 900 Arbeiten, die sich in vier Gruppen unterteilen lassen: Ölbilder, getönte Federzeichnungen typisch lippischer Fachwerkhäuser, sicher der bekannteste Teil ihres Schaffens, Bildnisse und der von ihr selbst als am wichtigsten eingestufte Bereich der Schwarz-Weiß-Tuschezeichnungen, in denen sie ihre fast an surrealistische Auffassung grenzende Phantasie spielen lassen konnte. In dieser Technik setzte sie sich vor allem mit der griechischen Mythologie und ihren eigenen Träumen auseinander. Besondere Förderung und Anerkennung erfuhr die Künstlerin durch das Lippische Landesmuseum, Detmold, dessen damaliger Direktor Prof. Dr. W. Hansen eine große Anzahl ihrer Arbeiten erwarb. Über den lippisch-ostwestfälischen Raum hinaus wurde Clara Ernst durch Kollektivausstellungen in Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Wien und Paris bekannt.