Emil Schulz-Sorau 1901 - 1989

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Emil Schulz-Sorau wurde am 8.6.1901 in Reinswalde bei Sorau (Niederlausitz, Mark Brandenburg) geboren und ist seit 1925 als Maler und Zeichner tätig. Seine Liebe gilt dem Porträt, der Landschaft, der figürlichen Komposition. Aber auch in den Phasen gegenstandsloser Malerei blieb er der für ihn typischen Palette und seinen Maltechniken treu. Nach dem Besuch der Pädagogischen Akademie folgte 1921-24 das Studium an der Kunstakademie in Breslau bei den Prof. Otto Mueller und Oskar Moll. In Steinseiffen bei Krumhübel/Riesengebirge war er als Volksschullehrer tätig, bis er 1938 Soldat wurde. In Polen, Frankreich und Russland war er eingesetzt und verlor nach Verwundung und Gefangenschaft 1945 alle künstlerischen Arbeiten durch Vertreibung und Flucht aus seiner Heimat. Seit 1945 lebt und arbeitet er in Bad Salzuflen und wurde dort heimisch. Studienreisen führten ihn in viele europäische Länder, hervorgehoben seien die häufigen Aufenthalte auf den Lofoten. Sein pädagogisches Wirken als Kunsterzieher am Engelbert-Kämpfer-Gymnasium in Lemgo 1951-75, an der Fachhochschule Lippe 1969 - 75 und weit über diese Zeit hinaus an der VHS Lemgo, fand verdiente Anerkennung. Von 1949 - 68 war er Vorsitzender des LKB, der ihm für umsichtige Führung und aufopfernden Einsatz bei der Organisation vieler großer Ausstellungen dankt und ihn nach langer Amtszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Viele seiner oft großformatigen Öl- und Acryl-Gemälde befinden sich in öffentlichen und zahlreichen privaten Sammlungen (Bundesrepublik, Italien, Japan). Die Accademia ltalia delle Arti e del Lavoro in Salsomaggiore/Parma ehrte ihn 1979 durch eine Goldmedaille, der Landesverband Lippe durch das Schwalenberg-Stipendium. In Würdigung seines künstlerischen Werkes und seines pädagogischen Wirkens wurden ihm 1981 das Bundesverdienstkreuz und 1986 der Kulturpreis des Landesverbandes Lippe zuerkannt.

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