Edwin Fritzsche 1876 - 1952

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Äußerst umfangreich ist das künstlerische Schaffen des Landschaftsmalers und Graphikers. Er wurde in Grünberg (Sachsen) geboren. Anfangs als Lithograph ausgebildet, ging er mit 21 Jahren nach Berlin, um sich an einer privaten Kunstschule im Zeichnen ausbilden zu lassen. Mit 23 Jahren begann er als freischaffender Künstler zu arbeiten und war auch Reklamezeichner, u.a. für die Hoffmannsche Stärkefabrik in Lippe, wodurch erste Kontakte zu seiner späteren Wahlheimat angebahnt wurden. Dann wieder besuchte er die Kunstschule in Weimar, wo er Schüler des Malers Ludwig von Hofmann war, ging weiter nach München, lebte einige Jahre in Bad Salzuflen und fand so Beziehungen zu anderen (lippischen) Künstlern. Nach dem Krieg ging Fritzsche wieder nach München, wo er sich einer Gruppe von »Neuidealisten« (beeinflusst durch Hans von Marees) anschloss. Seinen damals gewonnenen Überzeugungen in Idee und Technik blieb der Maler bis ins hohe Alter treu. Seit seinem 50. Lebensjahr lebte und arbeitete Edwin Fritzsche ganz in Bad Salzuflen, wo zahlreiche Bilder in Öl, Tempera und Aquarell entstanden, die neben einem hohen künstlerischen auch einen historischen und heimatkundlichen Wert haben. Zu erwähnen sind auch seine vielen Holzschnitte, mit denen er früh Eingang in die Berliner Sezession fand. Im Frühjahr 1979 ermöglichte die Stadt Bad Salzuflen eine große Ausstellung von Originalen des Malers, zu der 60 Bilder aus Privatbesitz, 20 vom Lippischen Landesmuseum Detmold zur Verfügung gestellt worden waren.