Claus Bernd von Klot-Heydenfeldt 1907 - 1978

zurück ins Archiv ►

Der einem alten baltischen Adelsgeschlecht entstammende Maler und Graphiker wurde in Riga/Lettland geboren. Schon als Kind war er bestrebt, die Dinge seiner Umgebung, die er sehen konnte, noch mehr aber die, welche nur er sehen konnte, auf das Papier zu bannen. Er war Autodidakt, und auf vielen Reisen, die ihn in den Mittelmeerraum, nach Zentralafrika, wo er besonders viele Anregungen empfing, und auf den Balkan führten, entstanden ganz natürliche, aber auch sehr spukhafte Skizzen, die ihn, wieder zu Hause – er lebte gegen Ende seines Lebens in Essen Bredeney – zu fantastischen Gebilden, gleichsam Urtieren und beängstigenden Fratzen anregten. Seine Ölbilder dagegen strahlen Ruhe und Gleichmaß in abstrakter Komposition und Farbgebung aus. Eine kurze Würdigung eines Teils seines graphischen Schaffens entnehmen wir einer Einladungskarte zu einer Kollektivausstellung des Malers aus der Mitte der siebziger Jahre: »Claus Bernd von Klot steht dem Surrealismus nahe, eine Feststellung, die sich allerdings auf die in der Galerie des Lipperlandes gezeigten Proben seines sehr umfangreichen Schaffens beschränkt. Die hier im Vordergrund stehenden Arbeiten verfremden Gegenstände und Figuren auf launische und bizarre Weise. Beziehungsvolle Bildtitel erläutern – ohne subversive Untertöne – die ironischen Inhalte der zeichnerischen Aphorismen.«

Näheres zu Künstler: www.eart.de/eigen/displayartist.cfm