Hans Helmuth von Rath 1923 - 2001

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Hans-Helmuth von Rath wurde am 12. 12. 1923 in Bielefeld geboren und wuchs zunächst in Herford auf. Sein früh ausgeprägter Berufswunsch fand grundlegende Förderung durch den Besuch der Hermann-Lietz-Schule in Hessen und durch Kontakte zu Bühnenbildnern und Malern. Nach dem Kriegsabitur war er 1942-45 Soldat in Italien und Frankreich. Seither faszinieren ihn diese Länder und ihre Kultur. Der Verwundung und Gefangenschaft folgte ein Weg unterschiedlicher Tätigkeiten (u.a. als Bühnenbildner), Atelierstudien, Akademiebesuch und die ersten ausgedehnten Studienreisen im westlichen und südlichen Europa. Seine wichtigsten Lehrer waren die Maler Max Loviscach (Bieberstein), Heinz May (Düsseldorf) und Oskar Kokoschka (Salzburg). Ohne Einengung wurzelt seine sich frei entwickelnde Malerei und Grafik im abstrakten Expressionismus. Auslöser sind oft landschaftliche Strukturen oder Farbklänge, die sich dann auf der Bildfläche verdichten, überlagern und ähnlich einer seiner Collagen ihre Ausdehnung verändern können. An Räume und Themen gebunden entstanden zudem seit 1964 nach seinen Entwürfen zumeist großflächige, farbkräftige Fenster für einige Kirchen und andere der Liturgie dienende Ausstattungsstücke. Seit 1952 lebte der Maler in Bad Salzuflen und gehört dem LKB seit 1964 an. Seit 1955 war er Kunsterzieher am C.-D.-Grabbe-Gymnasium in Detmold. Diese pädagogische Aufgabe erfährt starke Impulse durch stetige eigene künstlerische Arbeit. Außerdem war er jeweils einige Jahre an der VHS Lemgo, der Tischlerfachschule Detmold, der Gesamthochschule Paderborn und 22 Jahre an der VHS Detmold als Kunsterzieher tätig und beendete den zusätzlichen Dienst 1977 zugunsten der Arbeit im Atelier. Das Werk des Malers wurde mehrmals von der lnternational-Arts-Guild ausgezeichnet und ist in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

www.glasmalerei-ev.de/pages/k10077.shtml